AGFJ Familienhilfe Stiftung Heidelberg - Rhein-Neckar


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KOMPASS

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Sozialpädagogisches Projekt zur Förderung gelingender Identitätsbildung bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren.
Jugendliche müssen sich heute in einer zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft zurechtfinden, die solch schwierige Merkmale aufweist, wie den Verlust traditioneller Bindungen, die Verschärfung sozialer Gegensätze, eine nicht stabile Spezialisierung auf dem Arbeitsmarkt und das rapide Tempo des sozialen Wandels mit der Pluralisierung der Lebenswelten und der zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft.

Im Rahmen des gesellschaftlichen Strukturwandels vor allem in der Jugendphase suchen die Jugendlichen immer mehr statt der Familie und der Schule neue Sozialisationsinstanzen bzw. Experimentierräume, die ihnen bei ihrer Identitätsfindung und Erarbeitung ihrer Entwicklungs- und Handlungsaufgaben dienlich sein könnten.

Um diese bewältigen zu können, bedienen die Jugendlichen sich – je nach kultureller Herkunft, Geschlecht, Bildungshintergrund, familiärer Situation und anderen Einflussfaktoren – unterschiedlicher Lebensweisen und Bewältigungsmechanismen, die zunehmend Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten wie Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schulverweigerung, Depressionen, etc. verursachen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Ressourcen der Jugendliche benötigt, um Identitätsarbeit sinnstiftend zu gestalten und Alltagserfahrungen erfolgreich in seine Persönlichkeit zu integrieren.

Das Projekt KOMPASS hat als Hauptziel, Kinder bzw. Jugendliche zwischen 12 bis 15 Jahren bei ihrer Identitätsbildung in der Entwicklungsphase der Adoleszenz zu unterstützen. Dafür bedienen sich die Mitarbeiter des Projekts unterschiedlicher pädagogischer Ansätze und Methoden der Sozialen Arbeit.

Die Jugendlichen und zwei Projektleiter treffen sich ein Mal wöchentlich mittwochs vom 16:30 bis 18:30 in der Geschäftsstelle der AGFJ Familien-Stiftung in der Hospitalstraße 3. Je nach Bedarf werden die Jugendlichen zu Hause abgeholt und wieder heimgebracht

Mit dem sozialpädagogischen Projekt KOMPASS verfolgen wir folgende Ziele:
Austausch über die Herausforderungen bei der Bewältigung von Entwicklungs- und Handlungsaufgaben (innerhalb der Familie, bei den Peergroups, in der Schule) unter sozialpädagogischer Begleitung;
Alle bisherigen erworbenen Kindheitserfahrungen, Sicherheiten, Identifikationen überprüfen, eventuell widerlegen oder bestätigen;
Sich kennenlernen und seiner bisher entwickelten Identität bewusst werden;
Unterstützung bei der Ausformung des Identitätsgefühls; Bei Theaterspielen unterschiedliche sozialen Rollen ausprobieren;
Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstempfindens der Jugendlichen;
Vermitteln und Einüben von interkulturellen und sozialen Kompetenzen wie
Würde jedes Menschen achten,
Einfühlungsvermögen (Empathie, andere Perspektive verstehen und anerkennen, Respekt, etc.),
Abbauen von Ängsten bzw. Abneigungen gegenüber fremden Kulturen,
Einen kooperativen, hilfsbereiten und respektvollen Umgang miteinander fördern, durch die Vermittlung der Überzeugung von der gegenseitigen Abhängigkeit aller Menschen,
Erschließung von und Sensibilisierung der eigenen Ressourcen und Fähigkeiten und auch von den anderen Gruppenmitgliedern;
Integration und Begleitung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gezielt fördern;
Vermittlung von Medienkompetenzen bei der Anwendung von Filmmaterialen, Fotos, Internetnutzung;
Freundschaften schließen, Spaß miteinander haben, Kraft für die Lebensanforderungen auftanken.






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