1. Personalstruktur
Derzeit arbeiten bei der AGFJ Heidelberg/Rhein-Neckar 24 pädagogische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, 18 Frauen und 6 Männer mit unterschiedlichem Arbeitsumfang.
Folgende Berufsausbildungen sind vertreten:
- Dipl.-Sozialpädagogen/-innen und Dipl.-Sozialarbeiter/-innen
- Sozialpädagoge (BA)
- Dipl.-Psychologinnen
- Jugend-und Heimerzieher
- Erzieherinnen
- Erziehungswissenschaftler /-innen
Des Weiteren gehören zum Team noch 2-3 Praktikanten/-innen, eine Sekretärin und ein Mitarbeiter für Haus- und Fahrdienste.
Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen
Eine ständige Weiterbildung und -qualifizierung der einzelnen Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Derzeit haben wir in unserem Team Mitarbeiter/-innen mit folgenden Zusatzqualifikationen:
- Alle Mitarbeiter zum Sozialpädagogischen Familien- und Erziehungshelfer nach dem Heidelberger Modell
- Interne Fortbildung Systemische Beratung
- Systemische Familientherapie
- Systemische Familienberatung
- Triple-P-Beratung
- Video-Home-Training
- Pferdegestützte Therapie und Pädagogik
- Insofern erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII
2. Organisatorische Rahmenbedingungen
- Flache Hierarchie, dadurch kurze und schnelle Entscheidungswege
- Regelmäßig Teambesprechungen und Kollegiale Beratung
- Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung interne Beratung durch "Insofern erfahrene Fachkräfte" nach § 8a SGB VIII
- Externe Supervision 14-tägig in 2 Gruppen
- Räumlichkeiten in Heidelberg Nähe Bismarckplatz und in Weinheim in der Weststadt
- 5 Dienst-Fahrzeuge, Dienst-Handys, PC´s, Laptops, Arbeits-und Spielmaterialien
3. Grundhaltung
Die Mitarbeiterführung und die Arbeit mit den Familien, Kindern und Jugendlichen orientieren sich am Menschenbild und der Philosophie des Heidelberger Modells der Sozialpädagogischen Familien-und Erziehungshilfe.
4. Setting
- Teamarbeit hat eine hohe Wichtigkeit. Es besteht eine enge Verzahnung zwischen den Fachkräften untereinander sowie mit der Leitung.
- Oft (in Familien mit psychisch kranken Eltern immer) erfolgt ein Einsatz in Familien im Tandem. Vorteile dabei sind: Verteilung von Verantwortung, verschiedene Sichtweisen auf problematische Situationen, Einsatz unterschiedlicher Professionalität bzw. Fähigkeiten, arbeiten mit unterschiedlichen Positionen.
- Zeitlich begrenzter Einsatz von Zusatzangeboten wie VHT, PPT, Triple-P oder Paarberatung
- Gruppenangebote für Eltern und Kinder, kontinuierlich oder projektbezogen. Dabei enge Vernetzung zwischen Familienhelfern und Gruppenleitung
- Zeitlich flexible Einsatzmöglichkeiten: In der Regel eine Einheit (10 Stunden).Darin sind enthalten die Fahrtzeiten, Zeiten für Teambesprechungen, Supervision und administrative Tätigkeiten. Bei Bedarf kann erhöht oder reduziert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Ende einer SPFH noch Beratungsstunden zu vereinbaren (Komm-Struktur), um einzelne noch bestehende Themen zu besprechen.
- Die Arbeitszeiten erstrecken sich in der Regel auf allgemein übliche Zeiten und orientieren sich am Bedarf in den Familien bzw. bei den Kindern und Jugendlichen. Bei Notfällen wird ein Einsatz am Wochenende gewährleistet.
- Hilfen nach SGB VIII (§ 31 (SPFH), § 35 (ISE), § 30 (EB))
5. Qualitätssicherung
Zur Sicherung der Qualität unserer Arbeit setzen wir folgende Instrumente ein:
- Selbsthilfeplan, welcher mit der Familie erarbeitet und regelmäßig fortgeschrieben wird.
- Bericht mindestens halbjährlich.
Selbsthilfeplan und Bericht dienen als Vertrag zwischen Familie, Jugendamt und AGFJ und sind Grundlage für das Hilfeplangespräch
- Nach der Kennenlern-/ Probephase sowie zum Ende wird ein Kriterienkatalog erstellt. Mit ihm erfassen wir den Bedarf und die Ressourcen der jeweiligen Familie.
- Dokumentationsbögen, mit denen die einzelnen Termine erfasst und deren Inhalte kurz festgehalten werden
- Mitarbeit an einem mehrjährigen Evaluationsprogramm der Evangelischen Fachhochschule Freiburg