AGFJ Familienhilfe Stiftung Heidelberg - Rhein-Neckar


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Historie

Wir über uns

Den Grundstein der Einrichtung setzte Frau Professor Dr. Marga Rothe bereits 1977. Noch zu Zeiten des Jugendwohlfahrtsgesetzes (JWG) führte sie als Professorin der Fachhochschule Heidelberg im Fachbereich Sozialarbeit ein Projekt mit Studenten durch, in dem Familien und ihre Kinder Unterstützung in ihrem häuslichen Rahmen erfuhren. Als Ergänzung zu den traditionellen Hilfsangeboten entwickelte sie daraus das Heidelberger Modell der Sozialpädagogischen Familienhilfe.

Abbildung Frau Rothe

Frau Professor Dr. Marga Rothe

Die AGFJ Familienhilfestiftung ist heute eine gemeinnützige Stiftung. Der Sitz der Stiftung und deren Verwaltung befindet sich in Heidelberg. Die Stiftung unterhält vier Regionalgruppen: Heidelberg/Rhein-Neckar, Vorderpfalz und Mannheim und ein Verbund von Schülergruppen in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis.
In der Heidelberger Regionalgruppe wurde in der Gründungsphase zunächst viel improvisiert und die Verhältnisse waren so, dass man sich das heute nur noch schwer vorstellen kann. Als Leiterin und "Aufbauhelferin" wurde Frau Beatrix Kowalski eingestellt, die die Geschicke der Regionalgruppe bis 2010 leitete.

Als erstes Büro diente das von Frau Prof. Dr. Rothe im damaligen Reha-Zentrum in Heidelberg-Wieblingen. Man saß, so berichten Veteranen der ersten Stunde, Frau Rothe "quasi auf dem Schoß", die Akten wurden unter dem Schreibtisch aufbewahrt, Telefonate privat geführt -und bezahlt - und Gespräche fanden häufig auf dem Flur statt.
Daher waren die damaligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr glücklich, als im Mai 1989 eine kleine Wohnung in der Bergheimer Str. 41 als Büro bezogen werden konnte.
Inhaltlich wurde in dieser Zeit das "Heidelberger Modell der Sozialpädagogischen Familien-und Erziehungshilfe" entwickelt, das seitdem als Grundlage der inhaltlichen Ausgestaltung der Sozialpädagogischen Familienhilfe in Heidelberg dient.

Frau Beatrix Kowalski

Aber nicht nur die räumlichen Bedingungen waren schwierig und stellten eine Herausforderung dar, sondern auch die finanziellen. Es gab keine festen Stellen, pro Familie gab es ein Honorar von 350,- DM, von dem aber auch alle Ausgaben (Telefon, Benzin, etc.) beglichen werden mussten.Trotz allem wurde gute Arbeit geleistet, die auch die Anerkennung bei der Stadt Heidelberg fand. Parallel dazu entstand unter Mitarbeit von Frau Prof. Dr. Rothe das neue Jugendhilfegesetz, welches am 01.01.1991 in Kraft trat. So konnten ab 1992 die ersten festen Stellen eingerichtet werden.In der Folgezeit wuchs das Team der Regionalgruppe stetig an. Die Mitarbeiter drängelten sich an 3 Schreibtischen bzw. erledigten Vieles von zu Hause aus.Es gab auch Veränderungen in der Arbeit. So begannen wir mit Gruppenarbeit und mit der Elternschule. Erste Versuche mit der Tandem-Arbeit (zwei Kollegen/-innen in der Familie) entstanden und schufen Bedarf nach mehr Austausch untereinander.Neben Heidelberg bekamen wir ab 1999 auch Aufträge des Jugendamts Weinheim sowie einige Jahre später auch aus dem Rhein-Neckar-Kreis.

Vorübergehend Entspannung brachte die Anmietung von Räumen im Erdgeschoss des Nebenhauses, Bergheimer Str, 43, wo fortan die Gruppen und unsere Teamsitzungen stattfanden. Im alten Büro konnten dadurch 2 reine Büroräume und 2 Besprechungsräume eingerichtet werden. Durch das weitere Anwachsen des Teams auf über 20 Personen saßen jedoch nominell 2-4 Kollegen an einem Schreibtisch. Sehr lebendig - manchmal vielleicht auch etwas chaotisch - war die Situation jeweils montags, wenn sich alle zur Teamsitzung trafen und hinterher fast alle noch irgendetwas m Büro zu erledigen hatte. Hier stolperte man doch des Öfteren im wahrsten Sinn des Wortes übereinander.

Bergheimer Str.47

Daher begann schon bald die Suche nach neuen Räumlichkeiten, was sich nicht so einfach darstellte, da diese bezahlbar und möglichst weiterhin zentral sein sollten. Da die Geschäftsstelle, die zu dem Zeitpunkt noch bei der SRH untergebracht war, ebenfalls neue Räumlichkeiten suchte, ergab es sich, dass ein Teil der ehemaligen Kopfklinik in der Hospitalstraße gekauft werden konnte und nach umfangreichen Renovierungs- und Umbauarbeiten seit September 2007 gemeinsam von Geschäftsstelle und Regionalgruppe genutzt wird.
Für die Regionalgruppe Heidelberg stellte dies einen Quantensprung dar. Es gab plötzlich doppelt so viele Büroräume wie bisher, es gab 2 Besprechungsräume, einen großen Multifunktionsraum, einen Video- und einen Lernraum, einen Sozialraum für die Mitarbeiter, und einen schönen ausgebauten Keller, in dem ein Spiel- sowie ein Toberaum eingerichtet wurde. Somit hatten wir endlich viel viel Platz für unsere Gruppenaktivitäten, für die Elternschule, für die VHT-Auswertungsgespräche und auch für unsere hauseigene Fortbildung, die seitdem im Haus abgehalten wird.

Da die Anfragen aus den Jugendämtern zunahmen stellten wir zusätzliche Kräfte ein und mussten schon bald einen Besprechungsraum in einen Büroraum umwandeln.Durch das neue Haus hat unsere Arbeit zusätzlich an Professionalisierung gewonnen. Etliche Kollegen, die bisher überwiegend von zuhause aus arbeiteten, sind nun viel präsenter im Büro, die Absprachen können zeitnah und direkter erfolgen. Dadurch ist das Gefühl, ein Team zu sein und auch als Team zu arbeiten, deutlich gewachsen. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen kann nun besser gestaltet werden, da Lern- und Spielbereiche getrennt sind und damit auch mehr Ruhe besteht.Unser Einzugsbereich reicht inzwischen von Laudenbach im Norden des Rhein-Neckar-Kreises bis Wiesloch/ Ketsch im Süden. Weiterhin gut vertreten mit ca. der Hälfte des Auftragsvolumens sind wir in Heidelberg. Seit Mitte 2009 haben wir zusätzlich als Auftraggeber die Außenstelle Neckargemünd des Rhein-Neckar-Kreises, neben den Außenstellen HD-Pfaffengrund und Wiesloch.Das Jugendamt der Stadt Weinheim fragt uns seit einigen Jahren sehr stark an und so mieteten wir ab Mitte 2009 einen Raum in der Lukasgemeinde in Weinheim. Dort findet teilweise die Elternschule statt, Gespräche mit Eltern oder Spielen mit Kindern.Große Veränderungen ergaben sich im Jahr 2010. Zunächst konnten wir im Juli 2010 eine Sekretärin einstellen, die jeden Vormittag anwesend ist.Zum 31. Juli ging Frau Kowalski nach 27 Jahren kompetenter und erfolgreicher Leitungstätigkeit in die passive Altersteilzeit. Seit 01. August leiten Claudia Hippe und Rainer Metzger die Geschicke der Regionalgruppe Heidelberg/Rhein-Neckar, Frau Hippe mit dem Schwerpunkt Heidelberg, Herr Metzger mit dem Schwerpunkt Weinheim und Rhein-Neckar-Kreis.

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