Jugendwohngemeinschaft für Unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA)

Ein relativ neuer Tätigkeitsbereich innerhalb der AGFJ wurde im Jahre 2015 aus der Taufe gehoben: Im Zuge der großen Zahl der Flüchtlinge kamen auch sehr viele sog. „Unbegleitete minderjährige Ausländer“ (kurz: UMA) nach Deutschland, die von den Jugendämtern in Obhut genommen werden und innerhalb der Jugendhilfe betreut werden mussten.

Zunächst betreute die AGFJ bis zu 6 Jugendliche in einer Notunterkunft in Heidelberg, jeweils so lange, bis ein stationärer Platz in einer Einrichtung o.ä. gefunden werden konnte. Leider gelang es nicht, für die 6 Jugendlichen, die zuletzt noch in der Wohnung lebten, eine dauerhafte Wohnung zu finden, sodass die Not-Wohnung Ende Februar 2017 aufgelöst werden musste und die Jugendlichen bei anderen Trägern unterkamen.

Es ist jedoch gelungen, eine sehr schöne und große Wohnung in Leimen zu finden, wo Ende Juli 2016  6 Jugendliche aus einer Not-Einrichtung des Rhein-Neckar-Kreises einziehen konnten. Diese werden  von 4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AGFJ betreut.

Oberstes Ziel der Arbeit mit den UMA´s ist es, ihnen einerseits einen sicheren Ort zu bieten, andererseits mit ihnen nach der ersten Phase des Ankommens ihre teilweise traumatischen Erlebnisse auf der Flucht, den Verlust ihrer Familie und ihres früheren Lebensumfeldes zu bearbeiten und ihnen somit den Aufbau ihres neuen Lebens in Deutschland und eine gelingende Integration in Deutschland zu ermöglichen.

Alle 6 Jugendlichen besuchen seit September 2016 Vorbereitungsklassen an Berufsschulen, in der sie vorrangig die deutsche Sprache lernen und darüber hinaus auch Lerninhalte, die sie befähigen, den Hauptschulabschluss und im Anschluss eine Ausbildung zu machen.

Die Jugendlichen besuchen Vereine, Theater- bzw. Musikprojekte Und bauen sich so ein neues Lebensumfeld in Deutschland auf.

Inzwischen sind einige der Jugendlichen bereits 18, können jedoch, wenn sie das wollen, weiterhin über die Jugendhilfe betreut werden.