Schülerhilfe: Rucksackprojekt

Das Projekt „Rucksack in der Grundschule“ richtet sich an Eltern mit Migrationshintergrund und deren Kinder, die die 1. oder 2. Klasse einer Grundschule besuchen. Das Projekt soll Kindern und Eltern mit Migrationshintergrund mehr Chancen auf Bildung und Integration ermöglichen. Dies geschieht auf 2 Ebenen. Parallel zur Bildung und Sprachförderung der Kinder im Unterricht lernen auch deren Eltern in sogenannten Elterngruppen das deutsche Schulsystem und die Lerninhalte, mit denen sich ihre Kinder in der Grundschule auseinandersetzen, besser kennen und verstehen. Durch die intensive Beteiligung der Eltern mit Migrationshintergrund an regelmäßigen, in der Grundschule stattfindenden Elterngruppen werden Eltern, Lehrerinnen und Lehrer zu PartnerInnen für die Sprachförderung der Kinder.

Ein zentrales Element des Rucksackprojektes ist die Elternbeteiligung und die Elternbildung. 1 Mal pro Woche treffen sich die Eltern in Elterngruppen während der Schulzeit in der Grundschule, die ihr Kind besucht. Unter Anleitung sogenannter Elternbegleiterinnen, die speziell für das Projekt „Rucksack in der Grundschule“ ausgebildet sind, eignen sich die Teilnehmenden mithilfe der Rucksackmaterialien die Themen an, mit denen sich ihre Kinder in der Grundschule beschäftigen. Die in den Elterngruppen eingesetzten Arbeitsmaterialien wurden von der Hauptstelle RAA Essen speziell als Elternbildungsmaterial entwickelt. Sie sind auf die Inhalte der Lehrpläne der Grundschulen abgestimmt. Zusätzlich erhalten die Eltern geeignete Eltern-Kind-Materialien und Anregung zur adäquaten Förderung der Kinder zu Hause, z. B. in Form von Sprachspielen, Geschichtenerzählen u. ä, die leicht in den Alltag der Familie integriert werden können.

Von besonderer Bedeutung in diesem Projekt sind die Elternbegleiterinnen, die die Gruppen anleiten und die Eltern in die Materialien des Rucksack-Projektes einführen, denn sie sind selbst erfahrene Mütter oder Väter mit Migrationshintergrund.